Menstruation und der weiblich Zyklus- Frauenheilkunde im Ayurveda



Der weibliche Zyklus wird in der heutigen Zeit oft als ein unangenehmes Nebenprodukt der Fortpflanzung betrachtet. Leider haben wir in unserer westlichen Welt den eigentlichen Sinn und die Sensibilität hinter dem magischen Vorgang des weiblichen Zyklus vollkommen vergessen.

Laut Ayurveda ist der Menstruationszyklus vor allem ein natürlicher Erneuerungsprozess für den gesamten weiblichen Körper. Was für ein Geschenk, dass die Frau diese Fähigkeit hat, sich jeden Monat über die Menstruation komplett zu erneuern und zu entgiften!


Die verschiedenen Phasen des Zyklus werden von den Doshas beeinflusst, was sich wiederum auf die eigene körperliche und emotionale Ebene auswirkt.


1. Phase: Vata: In der ersten Woche ab Beginn der Menstruation nimmt die Vata-Energie immer mehr zu. Dies kennzeichnet sich durch die Bewegung (Vata= Prinzip der Bewegung) der Periode aus dem Körper und das Ablösen der Schleimhaut von der Gebärmutter.


2. Phase: Pitta: im Laufe der zweiten Woche steigt Pitta immer mehr an und hat seinen Höhepunkt mit dem Eisprung. In dieser Phase ist die Frau sehr dynamisch, sie besitzt eine starke innere und äußere Kraft und eine große erotische Ausstrahlung


3. Phase: Kapha: in der dritten Woche verringert sich der Pitta-Einfluss immer mehr und die Kapha-Energie nimmt überhand. Einige Tage vor der Menstruation hat sie ihren Höhepunkt erreicht.


Im Ayurveda kann bereits anhand des Menstruationsblutes die Gesundheit der Frau diagnostiziert werden. Was natürlich auch logisch ist, wenn wir davon ausgehen, dass dieser Vorgang eine Entgiftung darstellt und der Körper sich in einer Dysbalance befindet, dann kann man das anhand der Beschaffenheit der Periode sehen. Gesundes Menstruationsblut ist rot, geruchlos, und leicht auszuwaschen.


Es wird geraten, dass eine menstruierende Frau sich die ersten drei Tage weder duschen, noch baden oder die Haare waschen (natürlich ist Katzenwäsche erlaubt) sollte. Der Grund dafür ist ganz einfach, wir haben ja schon geklärt, dass die Menstruation eine Entgiftung ist, daher ist der ganze Körper auf Ausleitung programmiert, wenn nun Wasser über den Körper fließt, wird dieser Prozess unterbrochen. Das kann man daran merken, dass das normale Bluten unterbricht und erst nach Stunden wieder einsetzt.

Genauso sollte Sport oder körperliche Überanstrengung gemieden werden, weil der Prozess an sich bereits anstrengend ist. Auch stark aktivierende Yoga-Asanas sollten nicht praktiziert werden. So sind leichte Übungen und entspannte Spaziergänge angeraten. Die menstruierende Frau sollte weder Massagen geben noch empfangen, um den Energiefluss nicht zu stören.

Denn die Energie des Apana Vayu, welches ein Sub-Dosha von Vata ist und den Sitz im unteren Teil des Körpers hat (Dickdarm, Blase, Genitalien und Oberschenkeln) stößt die Menstruation aus, das so genannte Rajah. Diese Energie hat eine nach unten gerichtete Bewegung, weshalb auch Geschlechtsverkehr diesen Fluss stören würde, weil dabei eine nach oben gerichtete Bewegung entsteht. Außerdem sollten wir nicht in Angst, Sorge oder Ärger über etwas sein, um den Fluss nicht zu stören.


Deshalb ist geraten, dass die menstruierende Frau so viel körperliche und geistige Ruhe wie möglich bekommt. Am besten ist es die ersten drei Tage der Periode komplett im Bett zu verweilen und sich so wenig wie möglich anzustrengen. Wenn man an menstruationsbedingten Beschwerden leidet, ist es sogar noch wichtiger dies zu tun. Die Beschwerden lass sich den drei Doshas zuordnen: Vata, Pitta und Kapha. Deshalb ist es sehr wichtig, die Ursache für das vorliegende Problem herauszufinden. Denn jeder Dosha-Typ kann von einem anderen Dosha die Beschwerden haben, weil derjenige vielleicht genau in diesem gerade eine Dysbalance hat.


Beispiel für typische Beschwerden den einzelnen Doshas:


Vata:

- starke Schmerzen, Völlegefühl, Schmerzen im Unterbauch und im unteren Rücken

- Verstopfung, Krämpfe und Schlaflosigkeit

- Geringer Fluss des Menstruationsblutes


Pitta:

- Empfindliche Brüste, Kongestionen, Reizungen und Entzündungen

- Blasenreizung, ein Brennen beim Wasserlassen

- Hitzewallungen und emotionale Gereiztheit

- Eine starke Menstruationsblutung kann eine Folge dieser Störung sein.


Kapha:

- Völlegefühl

- Flüssigkeitseinlagerungen im Bindegewebe

- Gefühle der Schwere, Lethargie und Müdigkeit


Die Symptome können gut mit ayurvedischen Kräutern behandelt werden. Außerdem ist es ratsam sich an die Ernährungsempfehlungen des jeweiligen Dosha-Typens, leichten Yoga und Meditationsübungen zu halten.


Folgende Kräuter können dich bei deiner Periode unterstützen:


  • Shatavari wirkt verjüngend auf die weiblichen Organe (hier bestellen) wirkt fruchtbarkeitsfördernd, aphrodisierend, stressreduzierend, heilend bei PMS und stärkend auf das Immunsystem

  • Ashwagandha wird eine ausgleichende Wirkung nachgesagt (hier bestellen) Die Pflanzenauszüge gelten als natürliches Adaptogen und sollen bei Stress oder Ängsten unterstützen, zudem den Schlaf fördern und das Nervensystem positiv beeinflussen, sich auf die Schilddrüse positiv auswirken


Wenn du Fragen dazu hast und wissen möchtest, welches Dosha bei dir in Dysbalance geraten ist, dann kannst du gerne ein individuelles Coaching bei mir buchen und ich erstelle dir einen auf deine Bedürfnisse zugeschnittenen Plan.


Für uns Frauen und die Menschheit wünsche ich mir, dass das Wunder des weiblichen Zyklus wieder mehr gefeiert und vor allem respektiert und geschätzt wird. Man sollte sich als Frau nicht minderwertig fühlen, weil man während der Monatsblutung nicht die Kraft hat, den ganze Tag hart zu arbeiten. Wir dürfen und müssen unserem Körper Pausen gönnen. Wir sind Frauen. Aho!