Aromatherapie im Ayurveda- Wie ätherische Öle auf unseren Körper und die Doshas wirken.



Wenn ich den Duft von Räucherstäbchen rieche, entspanne ich schon automatisch, weil ich mit diesem Geruch wundervolle Erlebnisse verbinde. Seien es meine Yogalehrerausbildung, tolle Yogastunden oder den Duft auf Balis Straßen, wenn die Balinesen ihre Gebetskörbchen vor die Tür legen und die ganze Straße danach riecht.


Bist du auch ein Mensch der Düfte stark mit Erlebnissen verbindet? Düfte und Aromen können dir ein Wohlgefühl vermitteln oder gar kühlen. Zum Beispiel der Geruch von Zimt erinnert immer automatisch an Weihnachten oder der Geruch von Minze wirkt immer irgendwie erfrischend, oder? Das ist auch nicht verwunderlich, wirken diese Dürfte und Aromen doch auch direkt auf unsere Doshas (Bioenergien). Auch schon in der Wissenschaft konnte anhand der Hirnströme gemessen werden, dass Düfte eine anregende oder beruhigende Wirkung auf den Körper haben können. Im Ayurveda wird dieses Verfahren Aromatherapie genannt.


Du kennst es vielleicht, wenn mit Räucherwerk ein Raum geräuchert wird oder bei einer Meditation Ätherische Öle verwendet werden. Die Wirkung der ätherischen Öle auf den Körper war in der Ayurveda Therapie schon lange klar. Die verschiedenen Aromen beeinflussen die Doshas unterschiedlich. So haben blumige Düfte eine besänftigende Wirkung auf Vata und Pitta, wirken jedoch anregend auf Kapha. Der süßliche Duft beruhigt den Geist und hebt die Stimmung. Denn süß ist eine Eigenschaft von Kapha. Hingegen würzige Düfte besänftigen Vata und Kapha, regen jedoch Pitta an. Der scharfe Duft stimuliert den Geist und die Sinne. Denn scharf ist die Eigenschaft des Elements Feuers, welches in dem Pitta Dosha enthalten ist und gleiches erhöht ja bekanntlich gleiches.


Aber Aromatherpie kann noch viel mehr! Ayurveda Therapeuten benutzen ätherische Öle um die Vitalität, das Prana zu schützen, die Verdauung den Stoffwechsel, also das Agni zu regulieren und um das Immunsystem, das Ojas zu stärken. Das besondere an ätherischen Ölen ist, dass sich in ihnen eine feinstoffliche Energie befindet, die Manas heißt. Das Manas nimmt Sinneseindrücke wahr und reagiert darauf oder leitet sie direkt an das zentrale Nervensystem weiter. Daher werden bei ayurvedischen Therapien, wie beispielsweise Gesichtsmassagen nur die hochwertigsten, mit ätherischen Ölen und Kräutern versetzten Öle verwendet.

Da die Wirkung von ätherischen Ölen sehr effektiv ist, durch ihren reinen und intensiven Gehalt an Inhaltstoffen, sollten man es besser in geringen Dosen anwenden. Manche Substanzen werden direkt und schnell über die Haut aufgenommen und gelangen durchs Blut ins Nervensystem, andere erreichen uns indem sie verbrannt werden und durch die Hitze die ätherischen Öle freigesetzt werden.


Aber woher kommen diese ätherischen Öle eigentlich genau? Aus Blüten, Schalen, Samen, Wurzeln, Rinden und anderen Pflanzenteilen werden hochkonzentrierte, flüchtige Essenzen gewonnen. Pflanzen produzieren ätherischen Öle als Nebenprodukt der Photosynthese. Sie schützen die Pflanze unter anderem vor Bakterien, Viren, Pilzen und UV-Strahlung. Vereinfacht gesagt: Ätherische Öle sind das Immunsystem der Pflanze und was für die Pflanze gut ist, kann für uns nur noch besser sein.


Diese Düfte sind für die jeweiligen Doshas besonders gut geeignet:


VATA

süße, warme und beruhigende Düfte, wie Lavendel, Sandelholz, Zimt, Zitrone

PITTA

süße, würzige und kühle Düfte, wie Rose, Lavendel, Iris, Jasmin, Pfefferminze

KAPHA

stimulierende, scharfe und durchdringende Düfte, wie Eukalyptus, Moschus, Salbei, Myrrhe, Orange


Möchtest du ausprobieren, welche ätherischen Öle dir helfen können, wieder ins Gleichgewicht zu kommen? Ich berate dich gerne, schreib mir einfach!