Agni - Verdauungsfeuer und Lebenskraft



Das Wort Agni kommt aus dem Sanskrit und bedeutet Feuer, deshalb nennt sich so auch der vedische Gott des Feuers. Im Ayurveda befindet sich das Agni im Magen und bildet die Verdauungskraft und somit auch die Lebensflamme. Diese Flamme wird von den drei Doshas reguliert, dabei verwandelt sich die gegessene Nahrung in körpereigene Struktur- und Energiebausteine. Deshalb ist Agni so wichtig für die Gesunderhaltung des Körpers. Denn Agni liefert die Energie die der Körper braucht durch die Transformation der Nahrung und reguliert die Körperwärme. Deshlab kann man auch sagen, dass Agni die Kraft der Umwandlung darstellt.

Bei einem Dosha-Ungleichgewicht wird Agni geschwächt und es bildet sich Ama (Schlacken, Unverdautes) im Körper. Dieses Ama führt über längere Zeit im Körper zu Krankheiten.


Folgende Dosha-Dysbalancen führen zu den entsprechenden Symptomen:


  • bei Kapha Dominanz: Stoffwechsel wird träge und langsam, Völlegefühl, Müdigkeit

  • bei Pitta Dominanz: Entzündungen im Magen und Darm, Geschwüre, Sodbrennen

  • bei Vata Dominanz: Blähungen, Verstopfung


Agni entspricht aber auch Emotionen wie Mut, Willenskraft und Begeisterung, denn es steht für das Surya dem Sonnenprinzip. So werden mit Agni im übertragenem Sinne auch Emotionen verdaut. Wenn Agni nicht richtig funktioniert, dann ist die Fähigkeit zur Aufnahme von Nährstoffen, von Lebensenergie gestört. Auch Erfahrungen können nicht mehr richtig verdaut werden. Somit kann es durch eine Störung von Agni auch zu emotionalen Blockanden oder sogar zu Depressionen kommen.


Wie erkennst du also, ob dein Agni geschwächt ist?


Ein regelmäßiger Stuhlgang und ein normales Hungergefühl zwei bis dreimal pro Tag, deuten darauf hin, dass dein Agni stark ist. Hast du hingegen Verdauungsstörungen wie Blähungen, Verstopfungen, Unwohlsein oder Dauerdurchfall ist mit einem nicht funktionierenden Agni zu rechnen. Es ist schon ein Hinweis auf ein schwaches Agni, wenn du dich nach dem Essen nicht wohl und zufrieden fühlst. Dieser Mangel an Agni führt dann wiederum zu Energielosigkeit und deprimierten Gemütszuständen.


Was kannst du tun, um dein Agni zu stärken?


Regelmäßige Mahlzeiten, günstige typgerechte Nahrungsmittelkombinationen und ein ruhiger ausgewogener Geist, tragen zu einem starken Agni bei. Wenn du dein Agni entlastest, kann es besser deine Nahrung und Emotionen verdauen.


Hier sind fünf Tipps, wie du es entlastest:


1. Iss nicht zu häufig, lass deinem Verdauungssystem Pausen

2. Iss nicht zu viel.

3. Iss das, was du verträgst.

4. Iss in einer Mahlzeit nicht zu viel Verschiedenes.

5. Iss abwechslungsreich im Rahmen verschiedener Mahlzeiten.


Weisheit:

„Fülle deinen Magen zur Hälfte mit fester Nahrung, zu einem Viertel mit Flüssigkeit, lass das letzte Viertel frei für die Verdauung.“


Die Ayurvedischen "Ernährungsregeln" können deinen Körper dabei sehr gut unterstützen. Du solltest auch darauf achten genügend Ballaststoffe und öliges zu dir zu nehmen, genauso wie warme Getränke. Ayurvedische Gewürze sind ebenfalls sehr hilfreich, was ihre Heilkraft angeht. Ingwer beispielsweise erhält die Darmflora gesund, entgiftet und regt Verdauung sowie Appetit an. Kardamom, Pfefferminze, Kümmel und noch viele weitere Gewürze wirken sich auch positiv auf unsere Darmflora und somit auf ein gesundes Agni aus.


Du siehst es gibt viele Möglichkeiten in der täglichen Ernährungsroutine deinen Körper und deine Verdauung optimal zu unterstützen. Möchtest du mehr darüber erfahren und wissen, welcher ayurvedische Ernährung für deinen Typen am besten geeignet ist? Dann buche heute noch ein individuelles Ayurveda Coaching mit Ernährungs- und Gesundheitsberatung.