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Die fünf Elemente – Hauptbestandteile der Natur und wie sie im Körper wirken



Die fünf Elemente welche wir in der ayurvedischen Wissenschaft wie auch in der westlichen Welt unterscheiden, kennt jeder. Wie wir bereits alle in der Schule gelernt haben unterscheidet man die fünf Elemente: Raum, Luft, Feuer, Wasser und Erde. Diese sind in der gesamten organischen und anorganischen Materie vorhanden. Das bedeutet, alles besteht aus ihnen. So besteht der Mensch als Teil der Natur auch aus den fünf Elementen. So sind unsere fünf Sinne (Hören, Spüren, Sehen, Schmecken, Riechen), unsere fünf Sinnesorgane (Ohren, Haut, Augen, Zunge, Nase) und unsere fünf Bewegungsorgane (Mund, Hände, Füße, Fortpflanzungsorgane, Ausscheidungsorgane) alle verbunden mit den fünf Elementen.

Der Raum (Äther), ist die ursprüngliche Energie und die erste Manifestation des Bewusstseins. Er tritt in Erscheinung, wenn das reine nicht manifeste Bewusstsein zu schwingen beginnt, beispielsweise wenn wir den Schall eines Klanges hören, dann ist der Raum für uns bewusst geworden. Beispielsweise machen sich über den Schall die blinden Fledermäuse den Raum beim Fliegen bewusst.

Wir brauchen Raum, um leben, uns bewegen, wachsen und kommunizieren zu können. Raum ist leer, hell, subtil, alles durchdringend, allgegenwärtig und alles umfassend. In unserem Körper befinden sich Räume unter anderem im Mund, in der Nase, im Magen-Darm-Trakt, in den Atemorganen, im Bauch und im Brustkorb. Das Element Raum ist auch psychologisch gesehen für Gefühle wie Freiheit, Frieden, ein erweitertes Bewusstsein, Liebe und Mitgefühl verantwortlich, aber auch die Gefühle des Abgetrennt -Seins, der Isolation, der Leere, des "Nichtgeerdetseins", der Unsicherheit, der Angst und der Furcht. Manchmal fühlst du dich vollkommen von Liebe erfüllt und dann fühlst du dich vielleicht auch manchmal ganz traurig und leer, diese Gefühle kannst du dem Raum zuordnen.


Die zweite Manifestation des Bewusstseins ist die Luft, sie bewegt sich im Raum. Die Eigenschaften des Elements sind trocken, leicht, klar und beweglich. So besitz elektrische Energie die Eigenschaft Luft, da sich das Elektron in der Luft bewegen kann. Luft ist formlos, sie kann jedoch durch uns als Berührung wahrgenommen werden. Die Luft steht also in Beziehung zu dem Sinn spüren. Deshalb kann es manchmal sein, dass wir ein kribbeln oder einen elektrischen Schlag spüren, wenn uns jemand berührt. Du kennst ja sicher auch den Ausdruck: „es liegt ein knistern in der Luft“ das beschreibt es ziemlich passend. Als Prinzip der Bewegung kommt Luft im Bewegungsapparat vor, also in den Muskeln, im rhythmischen Schlag des Herzens und in der Ausdehnung der Lunge beim Atmen, ebenso die Nahrungsaufnahme, die Darmbewegung und die Ausscheidung. Die sensorischen und neuralen Impulse, die zum Gehirn fließen, der Fluss der Gedanken, des Verlangens und des Wollens, alles unterliegt dem Prinzip der Luft. Das kannst du dir so vorstellen, wie alles was du nicht greifen kannst, aber es trotzdem spürst, Glück, Frische, Freude und Erregung, aber auch Furcht, Angst, Unsicherheit und Nervosität, all das ist dem Element Luft zuzuordnen.


Wenn die Luft sich nun bewegt, dann entsteht Reibung, diese erzeugt wiederum Wärme oder Feuer, was die dritte Manifestation des Bewusstseins ist. Aus der Physik wissen wir, dass ein Atom Hitze und Licht in Form einer Quantenwelle ausstrahlt. Feuer ist also heiß, aktiv, trocken, scharf, durchdringend und leuchtend. Im Makrokosmos unseres Sonnensystems ist die Sonne der Ursprung des Feuers und des Lichts. Im Mikrokosmos unseres Körpers liegt diese Sonne im Solarplexus, hier ist das innere, biologische „Feuer“, dass die Körpertemperatur und den gesamten Stoffwechsel: Verdauung, Nährstoffaufnahme und Assimilation. Der Sinn des Sehens unterliegt aufgrund des Lichts dem Feuerelement. Intelligenz, Transformation, Aufmerksamkeit, Verständnis, Erkennen und Verstehen unterliegen der Kraft des Feuers. Hass, Wut, Neid, Kritik, Ehrgeiz und das Konkurrenzstreben, alles „heiße“ Gefühle werden dem Feuer in uns zugeordnet. Das ist sehr logisch ist, wenn du dir vorstellst, was du innerlich verspürst, wenn du starke Wut oder einen großen Ehrgeiz verspürst, manchmal kann man das innere Feuer förmlich lodern spüren. Wenn sich jemand sehr dolle aufregt, dann wird sein Kopf hoch rot und heiß und er hat förmlich Flammen in den Augen, das ist das Feuer von dem wir hier sprechen. Eigentlich sehr logisch, wenn man das Prinzip auf die einzelnen Empfindungen überträgt.


Tja und wie lässt sich Feuer löschen? Mit Wasser, die nächste Manifestation des Bewusstseins. Wasser bindet Moleküle aneinander und ist chemische Energie, denn es wirkt chemisch universell lösend. Wir waschen damit den Dreck von unserer Haut und Kleidung, vieles wird mit Wasser gelöst. Es ist fließend, schwer, weich, zäh, kalt, dicht und zusammenhängend. Wasser wird mit dem Geschmackssinn assoziiert, denn ohne Feuchtigkeit auf der Zunge, können wir nicht schmecken. Im menschlichen Körper ist es überall, im Blutplasma, Zellplasma, Serum, Urin und Schweiß. Du kennst ja den Spruch: „Ohne Wasser kein Leben“, daher können unsere Zellen auch nicht ohne überleben. Die Gefühle: Zufriedenheit, Liebe und Mitgefühl werden dem Wasser zugeordnet, auch Gefühle ohne die wir nicht überleben würden. Dieses Element erzeugt Durst, Ödeme und Fettleibigkeit.


Das fünfte Element, die Erde ist im Ayurveda nichts anderes als kristallisiertes und verfestigtes Bewusstsein. Die Eigenschaften sind daher sehr fest: schwer, hart, rau, dicht, groß und langsam. Erde ist mechanische oder physikalische Energie. Sie gibt dem Körper Stärke, Struktur und Ausdauer. Alles was also im Körper auch fest ist, unterliegt diesem Element: Knochen, Knorpel, Nägel, Zähne, Haare und Haut. Ganz logisch, dass Erde mit dem Geruchsinn assoziiert wird. Sie fördert die bodenständigeren Gefühle wie, Vergeben, Unterstützung, „Erdung“ und Wachstum. Ins negative ist es das Festhalten an Dingen (schwer) und Menschen sowie Gier und Depression, daher ruft ihr Fehlen ein Gefühl fehlender Standfestigkeit hervor.


In unserem Körper herrscht ein wundervolles, fabelhaftes Zusammenspiel der Elemente. So sind alle Elemente auf jeder Ebene unserer Physiologie gegenwärtig, sogar in der einzelnen Zelle. Energetisch ist der Ablauf im Körper von der ersten Bewusstseinsebene bis zur fünften wie folgt: Im Bewusstsein entsteht ein Raum für einen Gedanken, elektrische Energie des Neurons (Luft) wird im Körper (z.B. der Gedanke: ich strecke meine Hand aus), zur physikalischen Energie der Muskelbewegung (Erde) (die Tat: ich strecke meine Hand aus) welche durch körpereigene chemische Stoffe der Neurotransmitter (Wasser) herbeigeführt wird. So ist sind die Elemente als ein kunterbuntes Farbenspiel verwoben mit dem Leben, wie in einem wundervollen, perfekt-symmetrischen und Mandala 😊


Die Elemente und deren Verhältnis in uns und um uns verändern sich jedoch ständig, weshalb wir uns ihnen permanent anpassen müssen, um nicht krank zu werden oder gar zu streben. Beispielsweise ziehen wir im Winter warme Kleidung an, um nicht zu erfrieren. Dies ist ein ständiger Balance-Akt, den wir mit Hilfe der Lehren des Ayurvedas fabelhaft meistern können. Dafür ist es unabdinglich, die Zusammenhänge der Elemente in uns selbst bestens zu kennen. Dies kann ein Ayurveda Therapeut durch eine Anamnese schnell herausfinden und dir erklären, wie du dich selbst stetig in Balance bringst.


Om shanti, shanti, shanti.

Ich wüsche dir Frieden für Körper, Geist und Seele.

Deine Franzi.

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